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Dissertation
AutorHeiko Bornholdt
BetreuerWinfried Lamersdorf
TitelSoftwaretechnische Grundlagen für die Realisierung nachhaltiger, dezentraler Informationsmarktplätze im Kontext von Smart Cities
ZusammenfassungAktuell leben 55 Prozent der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten. Laut einer Studie der Vereinten Nationen soll dieser Anteil bis zum Jahr 2050 auf knapp 70 Prozent ansteigen. Da die Ressourcen einer Stadt (wie z.B. Lebensraum, Parkplätze, Strom, Wasser etc.) begrenzt sind, wird es immer wichtiger, diese Ressourcen möglichst effizient zu verwalten. Dies ist notwendig, um einen hohen Lebensstandard für alle BewohnerInnen einer Stadt zu ermöglichen.
Aus diesem Grund haben viele Städte sogenannte Smart-City-Initiativen gestartet. Damit eine Stadt smart agieren kann, muss sie (Echtzeit-)Informationen über Zustände im Stadtgebiet erhalten (z.B. Belegung von Parkplätzen, Auslastung von Straßen etc.). Um diese Informationen zu erheben, wird vorhandene Infrastruktur großflächig mit Informations- und Kommunikationstechnik ausgestattet, welche die gewünschten Zustände auslesen und kommunizieren kann.
Diese Systeme werden dabei von den verschiedensten Akteuren, z.B. aus der Politik, der Wirtschaft oder Privatpersonen betrieben. Die Bereitstellung der Daten ist dabei mit Risiken für den jeweiligen Anbieter verbunden: Der Betrieb der Infrastruktur kostet Geld, es könnten Geschäftsgeheimnisse veröffentlicht oder es könnte - im Falle von Privatpersonen - die Privatsphäre eingeschränkt werden. Demgegenüber steht der Konsum von Daten, welcher keine Nachteile mit sich bringt, da das eigene Wissen erweitert wird, ohne selbst Informationen preisgeben zu müssen.
Um nun TeilnehmerInnen trotz der genannten Nachteile zu motivieren, Daten von sich bereitstellen, muss eine Kompensation bzw. Entlohnung dafür erfolgen. Darüber hinaus würde es für ein ”sozialeres“ Verhalten sorgen, da Nutzer motiviert werden, Daten bereitzustellen und nicht nur zu konsumieren. Davon würden alle Teilnehmer profitieren, weil in der Summe mehr Daten bereitgestellt werden, welche die Stadt smarter werden lassen können. Aufbauend auf den bereitgestellten Systemen soll ein dezentraler Marktplatz geschaffen werden, auf dem NutzerInnen die Möglichkeit bekommen, Daten - ohne oder mit Gegenleistung - bereitzustellen. Interessenten sollen die Möglichkeit haben, diese Daten dann im Austausch gegen eine virtuelle Währung oder eigene Daten erhalten zu können. Der Marktplatz soll zusätzlich die Möglichkeit bieten, dass der Verkäufer die Souveränität über seine Daten behält. Der Verkäufer soll also in der Lage sein, selber zu bestimmen, in welchen Maße die Daten verarbeitet werden können.
Andere Formate
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Assoziiertes Projekt
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Smarte Netze zur urbanen Bürgerbeteiligung
Dr. Dirk Bade, Heiko Bornholdt, David Jasper Jost, Philipp Kisters, Prof. Mathias Fischer, Prof. Dr. Winfried Lamersdorf
Logo LinkedFYPA²C
Linked Forever Young Production Automation with Active Components
DFG Priority Programme 1593/2 (In cooperation with HSU, Hamburg)